Ortsvorsitzende Sarah Kandlbinder, Kreisvorsitzender Günther Reiser, Benjamin Lohr, Dr. Adina Popa, Stadtjungendpfleger Marco Lorenz, Alexandra Hecht, Claudia Dallinger, Tobias Hanig, Valerie Elke, Nina Jauch.

Jugendarbeit als positiver Standortfaktor

Pressemitteilung:

Jugendarbeit war das Thema, zu dem der Ortsverband Pfarrkirchen der Grünen am vergangenen Mittwoch nicht nur Betroffene und einen Top-Experten geladen hatte. Auch Mitglieder anderer Parteien waren dem Ruf zum mitreden und weiterdenken gefolgt.  

Die 30 Plätze, die es im kleinen «Lokal Grün» mitten am Stadtplatz gibt, waren rasch besetzt. Denn an diesem Vortragsabend, zu dem der Grüne Ortsverband geladen hatte, ging es um ein Thema, das viele PfarrkirchnerInnen beschäftigt:

Wie könnte zukünftig gute Jugendarbeit und wie ein Jugendzentrum für alle Jugendlichen aus Stadt und Umland aussehen? 

Hierfür hatte man Marco Lorenz, den Jugendpfleger der Stadt Viechtach, gewonnen, der kürzlich das Jugend- und Kulturzentrum «WERKSTØD» eröffnen konnte, das schon jetzt überregional für Aufsehen sorgt.  

Ortsvorsitzende Sarah Kandlbinder freute sich besonders, dass sie auch «zukünftige Kollegen» im Stadtrat, KandidatInnen der CSU, Jungen Liste/Bürgerliste sowie der Freien Wähler – darunter auch zwei amtierende Stadträte – begrüßen durfte, die der persönlichen Einladung gefolgt waren.

Miteinander Reden und Experten hinzuziehen, betrachten die Pfarrkirchner Grünen als die beste Voraussetzung für tragfähige Lösungen. Tobias Hanig, der den Vortrag anmoderierte, verwies auf die Geschichte des Pfarrkirchner Jugendhauses und stellte heraus, dass dies immer nur dann erfolgreich war, wenn die Jugendlichen aktiv mit eingebunden waren. Denn die Forderung nach Bürgerbeteiligung, die so kurz vor der Kommunalwahl auf keinem Wahlprogramm fehlen darf, sei nicht dazu da, nur die wahlberechtigten Bürger abzuholen, sondern diejenigen zu motivieren, an guten Lösungen mitzuarbeiten und eigene Ideen einzubringen, die es auch betrifft. 

Wie aber Jugendliche in der eigenen Stadt zu mehr Raum zum Mitgestalten und Sich-Ausprobieren kommen, darauf gab es viele Anregungen und Antworten vom Referenten des Abends, Marco Lorenz, Sprecher der kommunalen Jugendpflege Niederbayern und seit über 10 Jahren Jugendpfleger der Stadt Viechtach.
Er beschrieb seine Tätigkeit als Vermittler zwischen Politik, Verwaltung, Vereinen, Wirtschaft und natürlich den Interessen aller Jugendlichen. Damit eine Beteiligung der Jugendlichen auf Augenhöhe gelingen kann, braucht es aber einen klaren politischen Willen zur jugendfreundlichen Kommune. Das eine gute Jugendarbeit neben z.B. einer guten Kinderbetreuung zu einem wichtigen Standortfaktor im ländlichen Raum zählt, haben schon viele Städte und Gemeinden in Niederbayern begriffen. Nicht nur, um die Jungen zu halten, sondern vor allem, ob die eigene Stadt in Zukunft eine gute Option ist, wenn sich die Frage stellt, ob man nach Ausbildung oder Studium wieder zurückziehen soll.

Wie dies gelingen kann, zeigte Lorenz an zahlreichen Projekten und Zwischenschritten die nötig sind, damit Jugendliche eine aktive Rolle in der Kommune einnehmen. So wurde die «WERKSTØD» nicht von Stadträten oder dem Bürgermeister geplant, sondern von dem seit 2016 einberufenen Jugendbeirat der Stadt begleitet, der bei allen Punkten, welche die Jugend betrifft, befragt wird. Dieser kann konkrete Vorschläge und Anträge an den Stadtrat stellen.
Kostenloser ÖPNV für Jugendliche oder die Schaffung zusätzlicher Proberäume waren nur einige Ideen, die der Beirat anregte und von der Politik auch umgesetzt wurde. Die 670.000 Euro, die die Stadt Viechtach (8700 Einwohner) in das neue Jugendzentrum investierte, sorgte zwar in der Projektphase für einigen Diskussionsbedarf, das Ergebnis wird nun aber fraktionsübergreifend gefeiert. So lobte auch Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich (CSU) bei der Eröffnungsrede der «WERKSTØD», die Vorreiterrolle, die Viechtach in der Jugendarbeit leiste, bereits 1998 ihrer Zeit voraus war und damals schon einen hauptamtlichen kommunalen Jugendpfleger einstellte.

In diesem Bereich nicht weiter hinterherhinken wollen die Grünen Pfarrkirchen. Und so waren sich die Stadtratskandidaten am Ende des Abends einig, falls sie gewählt werden, wird der erste Antrag, den die Grünen im neu gewählten Stadtrat stellen, die Schaffung eines hauptamtlichen Jugendpflegers oder einer Jugendpflegerin sein. 

Ein guter Start in die Kommunalpolitik, mit viel Weitblick aber auf Augenhöhe mit den Jungen. 


Der Rottaler Anzeiger hat unsere Pressemitteilung gebracht:

Pfarrkirchen. Das Thema Jugendarbeit hat der Ortsverband der Grünen bei einer Veranstaltung im „Lokal grün“ in den Mittelpunkt gerückt. Zu Gast war Marco Lorenz, Sprecher der Kommunalen Jugendpflege Niederbayern und seit über zehn Jahren Jugendpfleger der Stadt Viechtach, wo das Jugend- und Kulturzentrum „WERKSTØD“ für Aufsehen sorgt. Dass die Frage, wie könnte zukünftig gute Jugendarbeit und wie ein Jugendzentrum für alle Jugendlichen aus Stadt und Umland aussehen, die Pfarrkirchner beschäftigt, habe das Interesse an dem Vortrag gezeigt, so die Grünen in einer Pressemitteilung. Ortsvorsitzend…

Rottaler Anzeiger vom 06.02.2020
Den ganzen Artikel gibt’s hier auf PNPplus

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