MdL Mia Goller verurteilt Aktion vor dem Finanzamt Eggenfelden
Mit großer Bestürzung reagiert die Landtagsabgeordnete der Grünen Mia Goller auf die nächtliche Aktion vor dem Finanzamt Eggenfelden, bei der ein Nachbau eines KZ-Tores mit der Aufschrift ‚Arbeit macht frei‘ aufgestellt wurde.
«Das ist nicht nur geschmacklos, das ist eine unerträgliche Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus», erklärt Goller. Der zynische Schriftzug ‚Arbeit macht frei‘ wurde in mehreren Konzentrationslagern verwendet, unter anderem auch im KZ Dachau, und steht wie kaum ein anderer für das perfide System der Täuschung und Entmenschlichung.
Besonders scharf kritisiert Goller die mutmaßliche Motivation hinter der Tat: «Hier hat offenbar jemand seinen persönlichen Ärger in einer Form ausgelebt, die jede Grenze überschreitet. Das ist schäbig und durch nichts zu rechtfertigen.» Die Instrumentalisierung nationalsozialistischer Verbrechen sei nicht hinnehmbar.
«Das unendliche Leid, das Millionen Menschen in den Konzentrationslagern erlitten haben, darf niemals relativiert oder für irgendwelche Botschaften missbraucht werden», so die Abgeordnete. Die Aktion verletze nicht nur das Andenken der Opfer, sondern auch die Würde unserer gesamten Gesellschaft.
Goller begrüßt, dass die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen hat, und hofft auf eine schnelle Aufklärung: «Ich hoffe, dass die Verantwortlichen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden. Eine solche Tat darf nicht folgenlos bleiben.»
Zugleich mahnt sie zu gesellschaftlicher Wachsamkeit: «Gerade in Zeiten, in denen der Ton rauer wird, müssen wir klar und entschieden widersprechen, wenn historische Verbrechen auf diese Weise missbraucht werden.»
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