Mia Goller, Landratskandidatin

Steckbrief

Mein Name ist Mia Goller.
Ich bin 42 Jahre, verheiratet, und habe vier Kinder
Ich lebe aus Leidenschaft auf dem Land im kleinen Dorf Diepoltskirchen bei Falkenberg
Von Beruf bin ich Journalistin und Projektbetreuerin
Mein Engagement:
Mitglied des Bezirkstages Niederbayern
Sprecherin des Bezirksverbandes der Grünen Niederbayern
Vorsitzende des Kreisverbandes der Grünen Rottal-Inn
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Rottal-Inn

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Rottal-Inn,

mein Name ist Mia Goller und ich will Landrätin von Rottal-Inn werden.
Weil es an der Zeit ist, dass wir Grüne Verantwortung übernehmen.

Erstmal stelle ich mich vor:
Ich bin verheiratet und Mutter von vier sehr tollen Kindern. Sie sind zwischen 17 und vier Jahren alt.
Seit gut zwei Jahren leben wir in Diepoltskirchen in Falkenberg, einem Ort, in dem ich sehr viel über Gemeinschaft gelernt habe.
Das freut mich nicht nur privat, es fasziniert mich auch beruflich: das Thema ländliche Entwicklung. Als freie Journalistin portraitiere ich Menschen, die die Region bewegen. Darunter sind auch viele Landwirte – aber dazu später mehr.

Bei den Grünen bin ich seit Fukushima. Vorsicht, jetzt wird’s kitschig: meine damals noch sehr kleinen Kinder haben mich auf die Demos in Landshut begleitet und beim Heimfahren hat meine damals Sechsjährige gesagt:
«Mama, da muss doch jemand etwas tun! Da musst Du doch etwas tun!»

Bei diesen Demos haben wir auch Günther Reiser getroffen, der uns mit grünen Trillerpfeifen versorgt hat. Der Kempfler Fritz hat mich damals schon öfter gefragt, ob ich nicht mal mitkommen möchte und so bin ich bei meiner ersten Mitgliederversammlung gelandet.
Wie der Grüne Lebenslauf meist so ist, war ich ziemlich schnell im Vorstand.

Heute sitze ich für die Grünen Niederbayern im Bezirkstag, ich bin Bezirksvorsitzende und Kreisvorsitzende und zweite Fraktionssprecherin im Kreistag.
Und jetzt auch noch Landrätin?

Ich war vor einigen Monaten auf einem Empfang als Grüne Bezirksrätin in der zweiten Reihe. Und beim Blick auf die Hemdkrägen der CSU-Vertreter vor mir ist es mir so richtig klar geworden: wir haben im Landkreis kaum Frauen, die etwas zu sagen haben.
Zwei Bürgermeisterinnen und eine Bezirksrätin, das ist mir zu wenig für eine Bevölkerung, die zu 50% aus Frauen besteht.

Wir haben alle das Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht gefeiert.
Vor 100 Jahren sind die Frauen auf die Straße gegangen, haben gekämpft mit allen Mitteln, die sie hatten. Ihnen und unseren Töchtern sind wir es schuldig, dass wir Frauen uns in die Politik trauen.
Also jetzt Landrätin.

«Scheiß da nix, dann feid da nix.»
So lautet unser Familienmotto.
Und ich scheiß ma nix.
Es ist Zeit, dass eine Frau ans Steuer kommt.

Unsere Ziele:

In der Weihnachtsansprache im Kreistag habe ich schon von unseren Zielen gesprochen:

Ich lese viel von der Geschlossenheit, zu der die großen Parteien ihre Mitglieder aufrufen, jetzt im Wahlkampf. Wir Grüne tun das nicht.
Wir plädieren heute hier und auch in Zukunft für mehr Offenheit. Wir müssen offen sein, für die Möglichkeiten, die es für diesen wunderbaren Landkreis gibt. Wir müssen offen sein für die Nöte und die Hoffnungen, die die Menschen hier haben.

  • Wir müssen mit den Landwirten ebenso reden wie mit den Kindern, die für Fridays for Future auf die Straße gehen. Sie verbindet eines: Die Sorge um die Existenz.
  • Wir müssen offen sein für die Radfahrer, deren Radwege im Nichts enden.
  • Für die alten Menschen und Menschen mit Behinderung, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind.
  • Für die Wirte und Metzger, die unter den vielen Auflagen zusammenbrechen
  • Und wir müssen auch offen sein für die vielen Startups und Unternehmer, die mit ihren Ideen den Landkreis bereichern, die neuen Schwung bringen und dafür sorgen, dass junge Leute wieder aufs Land ziehen.
  • Für die Clubbesitzer und Kleinkunstbühnen, die Laientheater und Musikvereine, die unsere Kultur bereichern.
  • Der Landkreis ist voller Experten. Die müssen wir mit einbeziehen, auch wenn sie nicht in das politische Konzept passen. Solange es keine Nazis sind.

Konkret heißt das für uns Grüne:

  • Wir unterstützen die Bürger von Wurmannsquick, Birnbach, Tann in ihrem Kampf für die Erdverkabelung der 380 KV Leitungen.
  • Wir unterstützen die Bürger von Simbach am Inn, damit der Autobahnausbau für alle erträglich wird.
  • Wir unterstützen unsere Landwirte, indem wir gemeinsam an guten Konzepten arbeiten und Ideen aus der Ökomodellregion-Bewerbung umsetzen.
    Dabei ist auch wichtig, dass wir in unseren Einrichtungen regionale Produkte verwerten. Die Bauern brauchen eine Perspektive und wir brauchen die Bauern. Beste Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit.
  • Wir Grüne setzen uns ein für gelebten Klimaschutz.
    Im Landkreis Landshut wurde das virtuelle Gemeindewerk gegründet, ein Konzept, bei dem sich die Kommunen zusammentun und dafür sorgen, dass der regional produzierte Strom auch in der Region bleibt, dass die Wertschöpfung hier bleibt, dass die Daseinsvorsorge in Händen der Kommunen bleibt. Das will ich auch hier in Rottal-Inn. Ich will ein Klimakonzept und eine Klimabeauftragte.
  • Ich will eine Geburtsstation mit kooperierendem Kinderarzt in Eggenfelden.
  • Ich will ein Hospiz in Pfarrkirchen.
  • Ich will eine vernünftige ärztliche Versorgung.
  • Ich will Jugendhäuser, die unsere jungen Leute wirklich ansprechen.
  • Ich will bessere Kinderbetreuung
  • Ich will ein Frauenhaus im Landkreis, weil das eigentlich gar keine Frage sein darf.
  • Ich will die Kreativ- und Kulturwirtschaft stärken
  • Ich will für bezahlbaren neuen Wohnraum sorgen

Ich möchte diese Grenzen in den Köpfen zwischen Pfarrkirchen und Eggenfelden endlich niederreißen.
Wir sind nur gemeinsam stark

  • Ich möchte das Ehrenamt stärken, die Feuerwehr, die Landjugend und den Helferkreis.
  • Ich möchte den Landkreis so innovativ gestalten, dass wir von selbst für Furore sorgen und die Leute begeistern, weg von der vorgefertigten Pressemitteilungen hin zur offenen Kommunikation, auch mit unseren Medien.

Eines muss uns klar sein:
Der größte Fehler, den wir machen können, ist es, den Rottal-Inner für dumm zu verkaufen.

Wenn jetzt bei anderen Parteien von stärkster weiblicher Liste gesprochen wird, obwohl bekannt ist, dass wir paritätisch aufstellen, dann kann ich nur sagen: «Schön, wenn der Frauenanteil ein Thema ist, endlich. Schade, dass 50 Prozent nicht für alle Parteien zu schaffen sind.»

Und wenn ich höre von großen Parteien: «Wir sind die einzige Partei mit den Persönlichkeiten!» Dann sage ich: «Weg mit diesen arroganten Sprüchen!»
Der ganze Landkreis Rottal-Inn besteht aus Persönlichkeiten, egal welche Partei sie unterstützen! Solange es keine Nazis sind.

Mir ist es wichtig, die Wahrheit zu sagen in diesem Wahl-Wettbewerb.
Wir werden in einigen Wochen unsere Wahlprogramme vorstellen für Eggenfelden, Pfarrkirchen und für den Landkreis. Daran können wir uns dann messen lassen.

Ich möchte eng mit Euch allen zusammenarbeiten, ich möchte, dass ihr euch alle wiederfindet in meinen Argumenten, weil wir alle zusammen das Beste erreichen.
Weil wir alle zusammen die Leute mitnehmen können in diesem wunderbaren Landkreis Rottal-Inn.

Grün ist Rottal-Inn am schönsten!

Weil wir hier leben.
Mia Goller